The old testament law said: Thou shalt love thy neighbor just as yourself. Which establishes a balance: do not harm your neighbor for your profit, but also, do not harm yourself, or allow yourself to be harmed, for the profit of an (obviously greedy) neighbor. This law promotes a 50/50 distribution of resources to your personal well-being and that of your neighbor(s).

This equal distribution means, you are allowed to prevent being harmed yourself. No need to suffer in order to provide a better life four your neighbor than you have. See also Paul, who says that donations should be given “according to the principle of nivellation”.

So God’s law does not call for the full-fledged give-based society, which would be something like, give all to others, and live from what they give you. But I assume that God likes that even better than the 50/50 distribution. The reason for not commanding this is probably that God knows it would not come to pass because of the corrupt human nature, and without happening on society scale this model is not maintainable. Even the 50/50 model does not come to pass in our society (as we experience every day), but having “wasted” 50% of all personal resources for the good of others still leaves you 50% to survive. You might also waste 60% and survive on 40%, but I think God chose the 50/50 rule for simplicity. The exact numbers do not matter.

So after all, I expect that we will have a full give-based society in heaven.

3 thoughts on “God's moral standard is even higher than Old Testament Law

  1. Manchmal frage ich mich, ob du das ernst meinst. Ehrlich, auch wenn ich vielleicht nicht alles richtig verstanden, weil mein Englisch nicht so gut wie deines ist, aber irgendwie ist das ein sehr merkwürdiger Artikel. Das klingt eher nach der Argumentation eines sehr frommen, aber gottlosen Menschen. Gottes Gesetz ist doch keine Philosophie, wo man mit seinen eigenen Gedanken etwas interpretiert. Sollte also der Zweifel bestehen, dass Gottes Gesetz wirklich nicht perfekt ist, dann weiß ich ja als Christ, dass ich mich irre, weil Gott weiser und liebevoller als ich ist. (Und sollte ich das nicht wissen, dann muss ich mich ja fragen, ob ich Gott wirklich ganz vertraue.) Gott fordert auch nicht Dinge, die selbst wenn man sie ganz erfüllen würde, etwas Ungutes bewirken. Denn Gottes Gesetz ist perfekt, so wie Jesus es auch vorgelebt hat. —Und selbst wenn deine Überschrift nur provozieren will, ist es letztlich falsch.

  2. Raik, danke für das Feedback. Mit der stilistischen Mehrdeutigkeit habe ich es hier offensichtlich übertrieben, zumal noch jemand gefragt hat ob “Even God’s law is not perfect” zu schreiben nicht Blasphemie wäre … . Habe dem Artikel nun also einen nichtironischen, eindeutigen, sachlichen Titel gegeben, der genauso zum Inhalt des Artikels passt. Ironie in geschriebener Kommunikation ist so eine Sache … habe ich schon viele Missverständnisse mit erzeugt, tut mir leid … muss ich dran arbeiten …

    Der ursprüngliche Gedankengang war, dem Leser durch den Titel diese Frage zum Lesen des Artikels mitzugeben: Da doch Gott offensichtlich und selbstverständlich perfekt ist (ist er), kann es denn sein dass er etwas nicht-perfektes schafft? Offensichtlich hat es der Artikel dann nicht geschafft, das zu beantworten … daher hier nochmal deutlicher:

    Natürlich ist das Gesetz des Alten Bundes perfekt im Sinne von, es erfüllt seine Aufgabe perfekt. Und die ist zuerst einmal, uns Schuldigen zu zeigen dass wir schuldig sind. In diesem Sinn hat Gott also ein perfektes Gesetz geschaffen … . Aber hat das Gesetz auch den höchst möglichen (den Gott-eigenen) moralischen Standard? Auf diese zweite Bedeutung von »perfekt« hat der ursprüngliche Titel angespielt. Und ich denke, ziemlich offensichtlich hat Gott im Gesetz des AT weniger vom Menschen verlangt als er verlangt hätte wenn er seine eigenen, noch höheren moralischen Maßstäbe angelegt hätte. Und das vermutlich aus Rücksicht auf die kaputte Natur der Menschen: ein noch krasseres Gesetz hätte vermutlich nicht mehr die zweite Funktion erfüllen können, das praktische Zusammenleben der Gesellschaft in der theokratischen Zeit des Volkes Israel zu ordnen.

    Beispiel:

    »”Doch weshalb”, fragten sie weiter, “hat Mose dann vorgeschrieben, dass der Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde gibt, wenn er sich von ihr trennt?” Jesus antwortete: “Mose erlaubte es, weil er euer hartes Herz kannte. Ursprünglich ist es aber anders gewesen.« (Mt.19,7-8)

    Das Gesetz erlaubte etwas, das Gottes moralischen Maßstäben zuwider lief. Weil es im Kontext der »hartherzigen Menschen« die erträglichere Variante war, eine die in der Lage war, das Zusammenleben zu ordnen. War soweit ich weiß ja der Zweck von dem Gebot, eine Scheidungsurkunde auszustellen: der Frau die weitere Existenz durch Wiederheirat zu ermöglichen. Wenn diese AT-Regelung aber bereits der höchstmögliche, Gott-eigene moralische Standard gewesen wäre, hätte Jesus den Standard nicht erhöhen können. Tut er aber:

    »Ich sage euch: Jeder, der sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, bricht die Ehe, es sei denn, seine Frau hat ihn betrogen.”« (Mt.19,9)

    Randbemerkung, wäre weiter zu untersuchen: die auch hier noch vorhandene Einschränkung ist vielleicht wieder ein Zugeständnis an uns völlig un-perfekte Menschen. Denn Gott, wenn er sich gegenüber Israel bildhaft als betrogener Ehemann darstellt, nutzt diese »Ausnahmeregelung« nicht (Hes.16 … ganz am Ende).

    Im Artikel geht es dann um die Frage, ob das im AT-Gesetz vorgestellte Grundprinzip für das Funktionieren einer Gesellschaft (»Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst«) evtl. auch ein Zugeständnis an die verdorbene Natur des Menschen enthält. Etwas das nötig ist, damit das Ganze praktisch, mit den real existierenden Menschen, zumindest funktionieren könnte. Eine direkte Bestätigung wäre, wenn Jesus diesen moralischen Standard ebenfalls erhöhen würde. Tut er eventuell hier:

    »Alles nun, was immer ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, also tut auch ihr ihnen […].« (Mt.7,12)

    Allerdings kommt dann noch der Zusatz »denn dies ist das Gesetz und die Propheten« als wäre es bloß die Zusammenfassung von Gesetz und Propheten … hmmm … bin mir daher unsicher ob das als Bestätigung gelten kann. Feedback welcome. Der Artikel selbst bleibt also erstmal ein experimenteller Gedanke … wobei was ich daran eigtl. interessant fand war die Hypothese, dass das »sich selbst lieben« evtl. gedacht ist als sowas wie eine Fallback / Failover Lösung für das Funktionieren einer menschlichen Gesellschaft, die eben alles andere als rein gute und gütige Menschen enthält, die nun eben irgendwie zusammenleben müssen. Es gibt ja öfter mal die Diskussion ob »Selbstliebe« nun biblisch / christlich ist oder nicht, und das hier wäre ein neuer Ansatzpunkt … Hypothese, natürlich.

    As I said, feedback welcome 🙂

  3. Hi Mathe,
    also zur Selbstliebe: Die ist biblisch, aber aus dem biblischen Kontext ist sie alles andere als etwas Positives. Denn die Liebe zu sich selbst ist immer egoistisch und wie das Wort “selbstverliebt” sogar schon im Deutschen zeigt, etwas Schlechtes. Die Aussage Jesu bedeutet also nicht, sich selbst lieben lernen zu müssen, sondern beinhaltet die Aufforderung, sich anderen gegenüber zu verhalten, wie zu sich selbst. Willst du deine Zeit nur für dich? Dann gib sie einem anderen. Benutzt du dein Wissen nur für dein eigenes Ego? Dann benutze es für das Wohl deines Nächsten. Du benutzt dein Geld nur für dich? Dann benutze es nur für die Anderen. Und nun sind wir auch dabei, dass das Gesetz, selbst mit deiner Zugeständnis-an-die-sündige-Natur-des-Menschen-Klausel für keinen sündigen Menschen einhaltbar ist, sondern gemäß dem Römerbrief nur die eine Aufgabe hatte, nämlich dem Menschen zu zeigen, wie weit er von Gott entfernt ist, wie stark seine Sünde ist, damit er zu Gott kommt und um seine Errettung bittet, weil er aus eigener Anstrengung es nicht schaffen kann. Was die Klausel der Scheidung anbelangt, so scheint es vielleicht wirklich so, dass Gott nicht seine eigenen Maßstäbe ansetzt, auf der anderen Seite erklärt Jesus ja seinen Zuhörern, was das Gesetz wirklich beinhaltet, was schlussfolgern lässt, dass wir es aufgrund unserer sündigen Selbstliebe gar nicht selbst und ohne Gottes Hilfe verstehen können. Demzufolge meine ich auch, dass dein Gedankengang zu weit geht, wenn du mit deiner Frage nicht zu Gott gehst und um Antwort bittest. Nur glaube ich fast, dass Gott dazu schweigen wird, denn es führt nicht zu größerer Heiligung, sondern häuft nur bloßes Wissen an. Dabei soll doch unsere Liebe zu Gott und nicht unsere Wissen größer werden. Denn Wissen ohne Liebe ist…
    Liebe Grüße, ich hoffe, es geht dir wieder besser. War schön mit dir, neulich!

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