Folgende Gedanken kamen mir beim heutigen Besuch des Weihnachtsgottesdienstes meiner früheren Gemeinde: Wenn man selbst oder eine Gemeinde nicht erlebt, dass der Heilige Geist etwas tut, dann könnte das ja einen Grund haben der an uns selbst liegt: dass wir den Heiligen Geist betrüben, das ist, zueinander lieblos sind. Dass wir heucheln statt im Licht zu leben. Buße und Leben im Licht nämlich scheinen so enorm wichtig für eine von Gott gesegnete Gemeinde.

Nach Joh.3,16-19 scheint das Leben im Licht dasselbe zu sein wie die »Buße« bei der Bekehrung: anzuerkennen ein Sünder zu sein statt das Gegenteil zu heucheln. Es geht dabei gar nicht um Gutestun, Gehorsam usw. sondern darum anzuerkennen wie man lebt. Wie wenig wir »im Licht wandeln« zeigt sich auch daran dass für uns »Sünde« und »Schuld« inhaltsleere Konzepte sind, Fremdworte.

Gemeinschaft mit Gott und miteinander, was ist das? Das ist, wenn wir uns so sehen lassen wie wir sind. Sünde ist ja seit Jesus’ Tod nicht mehr das Problem, aber Sünde zu verbergen, denn das verhindert Bekehrung. Im Licht leben ist nun: offenbar sein, sich so sehen lassen wie man ist.

Alle Menschen bemühen sich, zuallererst äußerlich, um Gutsein, Perfektion und Heiligkeit: Christen sollten sich stattdessen dadurch auszeichnen die miese Qualität ihrer Handelns einfach mal anzuerkennen.

Leave a reply

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>