Anforderungen, nach Wichtigkeit absteigend:

  • SIP-Client unter Linux, möglichst Open Source
  • Nutzung durch ein Unternehmen zulässig
  • SIP-Anbieter getrennt vom DSL-Anbieter; so ist keine Änderung am Telefonanschluss nötig wenn man den DSL-Anbieter wechselt oder kündigt.
  • mind. 2 Rufnummern (privat, geschäftlich)
  • keinerlei monatlichen Kosten (für Grundgebühr, Mindestumsatz, Rufnummern o.ä.); nicht unbedingt weil dies Tarife zu teuer macht, sondern weil keinerlei Aktionen notwendig sind wenn man die Tarife nicht mehr benötigt (z.B. bei Auslandsaufenthalten)
  • automatische, zuverlässig funktionierende Anmeldung des SIP-Clients bei Start und Resume (von Suspend-to-RAM) des Computers
  • Rufnummern müssen (!) ohne Ortsnetz-Bindung sein. In Deutschland verwende man dazu nationale Teilnehmerrufnummern (032-Nummer, NTR). Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Vorwahl_032_(Deutschland) . Dies ist für Anrufer preiswerter als sonst auch angebotene 01801 Rufnummern. Man muss diese Rufnummer auch im Ausland verwenden dürfen; sonst müsste man bei Umzug oder Auslandsaufenthalt seine Rufnummer wechseln.
  • evtl. zwei Telefonprodukte: einmal mit Festnetz-Flatrate mit kurzer Kündigungsfrist, einmal normal aber ohne Grundkosten
  • möglichst ausschließliche Nutzung von VoIP (kein NGN o.ä. da nicht mit Softphones und ortsunabhängigen SIP-Adressen nutzbar)
  • Telefontarif als Flatrate bei der geschäftliche Nutzung erlaubt ist
  • SIP-Adressen sollen möglichst auch Videotelefonie erlauben
  • Parallel-Call auf einer Festnetz-Rufnummer (zur Umleitung auf Handy-Homezone, macht im Lokalbereich gut erreichbar und bietet ein redundantes Zweitgerät bei Problemen im SIP-Endgerät). Diese Funktion muss nicht kostenfrei sein; ein Tarif von 1ct/min ist günstig genug auch für die seltenen längeren Telefonate. Auch kann man ja bei einem längeren Telefonat den Anrufer auffordern, direkt auf die Homezone-Festnetz-Rufnummer anzurufen um die Kosten für die Weiterleitung zu sparen. Eventuell ist eine kostenfreie Weiterleitung über sparvoip.de mit Hilfe des Loca Access Codes möglich ( http://www.sparvoip.de/de/geo.html ). Der Anruf der Weiterleitung wird ja unter der eigenen, bei sparvoip.de registrierbaren Telefonnummer geführt. Es muss lediglich eine Möglichkeit geben, eine Pause in die Zahlenfolge einzufügen um Einwahlnummer und DTMF-Sequenz zu trennen.
  • Voicemail-Box, mit Zustellung per E-Mail
  • kostengünstige SMS, per SIP-Client und Web-Eingabeformular
  • E-Mail/Fax Gateway, bidirektional
  • Auswahl über verschiedene Anbieter möglich (geht in twinkle gut, in ekiga unkomfortabel)
  • möglichst wenige Anbieter parallel verwenden um die Komplexität zu minimieren
  • Audiokonferenzen
  • Videotelefonie
  • Videokonferenzen

Für eingehende Anrufe verwende man den Tarif »sipgate basic« (http://www.sipgate.de/user/tariff_basic.php). Dieser bietet eine eigene Ortsnetz-Rufnummer und verursacht keinerlei laufende Kosten.

Für ausgehende Anrufe verwende man SparVoip (http://www.sparvoip.de). Damit kann man 90 Tage nach jedem guthabenkauf und sonst 300 Minuten pro Woche kostenfrei auf Festnetz-Telefone in 14 Ländern anrufen, inkl. Deutschland ( http://www.sparvoip.de/de/free.html ). internetcalls.com ist ein identisches Angebot derselben Firma (Betamax), bloß in englischer Sprache. Vergleiche nämlich http://www.internetcalls.com/en/about.html mit http://www.sparvoip.de/de/about.html .

Alternative / Ergänzung für ausgehende Anrufe: http://www.lowratevoip.com (wöchentlich 200 Freiminuten ins deutsche Festnetz und 41 Länder).

Als E-Mail/Fax Gateway verwende man einen Tarif von dus.net. Indem man keine Ortsnetz-Rufnummer dazu bestellt fallen auch keine Kosten an, Faxempfang ist dann aber natürlich nicht möglich.

SparVoip bietet SMS für 2,4ct/SMS nach Deutschland (http://www.sparvoip.de/de/smsrates.html).

Als SIP-Client verwende man ekiga (da es auch Videotelefonie bietet). Wenn dies nicht zuverlässig funktioniert verwende man twinkle.

bei dus.net kosten dort bestellte Telefonnummern einmalig 9,90 EUR und zusätzlich 4,90 EUR jährlich. Dorthin portierte Rufnummern kosten aber 29,90 EUR pro Auftrag einmalig und keinen zus. jährlichen Betrag. Es können mehrere Rufnummern eines Anschlusses mit einem Auftrag portiert werden. So ist es im Gegensatz zu sipgate.de möglich, einen Tarif ohne laufende Kosten mit mehr als einer Telefonnummer zu haben.

Deshalb Vorschlag, komplett ohne monatliche Kosten:

  • Erkundigen NTRs (032-Rufnummern) zu dus.tel portiert werden können.
  • Zwei solche Rufnummern bei einem Anbieter in einem einzigen Anschluss anlegen bei dem die ausgehende Übertragung günstig ist.
  • Rufnummern zu dus.net übertragen.
  • dus.net DUStel starter für eingehende Gespräche, Fax/E-Mail Gateway, SMS, Voicemail-Box, Parallelruf, Videokonferenzen und Anrufe auf Sonderrufnummern und ins Ausland verwenden. DUStel 60 wäre für meist längere Anrufe innerhalb Deutschlands günstiger, aber für ausgehende nationale Anrufe wird ja SparVoIP verwendet.
  • SparVoIP für ausgehende Gespräche verwenden. Da von SparVoIP keine eigene Rufnummer zugeteilt wird muss man danach dus.net o.ä. verwenden um die eigene Rufnummer zu hinterlassen wenn man über SparVoIP niemanden unter einer Zielrufnummer erreicht hat.
  • zusätzliche Ortsnetz-Rufnummer aus dem Ortsnetz des Wohnsitzes verwenden, mit Umleitung oder Weiterleitung auf die NTR oder eine SIP-Adresse, um Erreichbarkeitsprobleme und Kostenprobleme zu vermeiden; die Weiterleitung soll als IP-zu-IP-Gespräch kostenfrei sein

Alternative Lösung, falls zulässig und möglich: zwei sipgate basic Konten, jeweils mit einer darauf umgezogenen NTR (032-Rufnummer). Oder alternativ eine 01212-3 Rufnummer (»innovative Dienste«) über web.de.

Wenn NTRs nicht bei dus.net oder sipgate verwendet werden können muss man auf einen anderen VoIP-Provider ausweichen. Anbieter mit kostenfreien NTRs sind z.B. Lycos, Arcor und T-Online. Außerdem:
http://www.voip-nutzen.de/voip-tarif.php?id=151
http://www.voip-nutzen.de/voip-tarif.php?id=42 (TelDaFax)

Weitere Alternative: Ortsnetz-Rufnummer der Mobilfunk-Homezone verwenden als Alternative wenn
032 nicht erreichbar ist oder zu teuer ist.

Tarif- und Leistungsvergleich VoIP: http://www.voip-nutzen.de/
Diskussionen zu allen bekannten VoIP-Anbietern: http://www.ip-phone-forum.de/forumdisplay.php?f=349
VoIP-Tarifrechner: http://www.teltarif.it/voip/tarifrechner-erweitert.html
Diskussion verschiedener VoIP-Rufnummernarten: http://www.voip-nutzen.de/voip-rufnummern.php

NTRs werden derzeit von vielen Anbietern noch nicht äquivalent zu Festnetz-Telefonnummern behandelt, verursachen also für Anrufer hohe Kosten, auch wenn diese eine Telefon-Festnetz-Flatrate besitzen. Bis sich das ändert sollte mna deshalb ggf. bei längeren Aufenthalten in einem lokalen Bereich zus. eine Festnetz-Rufnummer mit Ortsvorwahl verwenden.

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