Was wäre ein gutes Paradigma für die Art wie Gott mit der Welt umgeht? Ist Gott eher die Ursache hinter allem und jedem oder eher ein Charakter der auf der selbstgeschaffenen Bühne »Welt« mit auftritt?

Wohl eher letzteres. Das zeigt sich daran dass Gott sich stets einzelnen Menschen in ihrem Leben offenbart. Und insbesondere daran dass Gottes letztes Reden an die Menschen gerade das war: sein eigenes Auftreten auf dieser Bühne, als Mensch Jesus Christus.

Vielleicht sollte man Gott also einen »deliberativen Deisten« nennen: die Welt ist nicht deistisch weil Gott nicht anders könnte, und in Einzelfällen ist sie ja auch alles andere als deistisch. Sondern weil Gott es so will: dass die Welt und ihre Wesen ab dem Zeitpunkt ihrer Erschaffung frei sind, was auch bedeutet, dass sie die Konsequenzen all ihren Handelns selbst tragen, und auch, dass sie sich gegenseitig schädigen können. Man kann sich die Materie als ewig vorstellen und Gott als den der daraus zu Anfang eine Welt gemacht hat … die nun selbst abläuft, aber Gott beobachtet und greift auch ein. Das bedeutet aber auch dass Gott an keinem konkreten Unglück in dieser Welt direkt Schuld trägt.

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