Über das Gutsein biologischer Systeme. Nur statische Systeme können ewig existieren ohne sich gegen zerstörende Einflüsse »wehren« zu müssen: nämlich dann wenn sie sich im kräftefreien Raum befinden. Dynamische Systeme (darunter jedes System das auf andere wirken will, also alles Lebendige) können sich dagegen nur in einem dynamischen (statt statischen) Gleichgewicht befinden: jede Aktion hat auch eine Wirkung auf es selbst (Kraft und Gegenkraft), und diese ist nicht unbedingt i.S. des Systems (z.B. Abrieb von Zähnen beim Essen), das heißt es braucht wieder eine Aktion die das ausgleicht, diese hat wieder eine Wirkung auf das System selbst usw..

Die gute Nachricht ist nun: es ist möglich ewige dynamische Systeme zu bauen. Ewiges Leben im Materiellen ist denkbar, erfordert ggü. dem jetzigen Zustand aber Perfektionierung (»Bugtracking«). In dem Sinn dass nichts zulässig ist wozu keine ausgleichende Aktion denkbar ist (z.B. Straßenverkehr im heutigen Sinn, denn da kann es Verkehrstote geben). Ganzheitlich zu leben erfordert aber, nichts zu tun was sich rächt, auch wenn das lange dauert.

Und: ein egoistisches Element kann das dynamische Gleichgewicht bereits zerstören, weil zu seiner Korrektur Ressourcen herangezogen werden müssen die bereits zum Ausgleich anderer Dinge gedacht waren. So stopft man ein Loch mit dem anderen bis das System kaputtgeht (Tod).

Diese Sichtweise führt außerdem zu einer völlig neuen Sicht des Wirtschaftens und Lebens: es geht nicht darum etwas für sich selbst zu erreichen sondern »system engineering« in dieser Welt zu betreiben: sie für alle zu einem System in dynamischem Gleichgewicht zu machen, zu einem System das Leben ermöglicht und lebenswert ist. Das heißt auch: es kann als Mensch nie darum gehen, stolz auf spezielle Detailqualifikationen zu sein. Sondern gerade die Unnötigkeit solcher Detailqualifikationen (die man für Beiträge beim »system engineering« der Welt braucht) zeigt dass die Welt ein funktionierendes System ist. D.h. eigenstabil, so dass es funktioniert ohne dass sich Menschen darum tief kümmern müssen.

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