Das Verfahren zum Erzeugen von PDF-Dateien ist immer gleich, egal was diese enthalten. Zuerst richtet man sich in WordPerfect8 einen zusätzlichen »virtuellen« Drucker ein, nämlich den “HP Color LaserJet 5 PostScript”, unter »Vorgaben | aktueller Port« gibt man »Aufforderung für Dateinamen« an, die Vorgabe »Farbe | Drucker ist für Farbdruck konfiguriert« lässt man natürlich ausgewählt. Das hier gezeigte Verfahren funktioniert nicht mit allen PostScript-Druckern aus WordPerfect, z.B. nicht mit dem “HP Color LaserJet PostScript” (ausgegebenes PostScript kann von gs nicht verarbeitet werden, das von ps2pdf verwendet wird) und nicht mit dem “HP LaserJet 5MP PostScript” (nur für s/w-Ausgabe). Dann druckt man das Dokument auf diesen Drucker wie gewohnt; jeoch beachten, im Dialog »Drucken | Dokumentvorgaben | Druckfarbe« »Alle Farben« einstellen (sonst wird nur schwarz/weiß gedruckt). Als Dateinamen gibt man direkt einen in der angezeigten Maske ein oder wählt eine existierende Datei zum Überschreiben im Dialogfeld aus (Fehler in WordPerfect; Datei ggf. mit “touch datei.ps” erzeugen). Diese Datei kann nun mit “ps2pdf datei.ps” in eine datei.pdf umgewandelt und so mit acroread oder kghostview angesehen werden.
In WordPerfect eingebundene Bilder (auch »Grafik auf Datenträger«, d.h. nicht in die .wp-Datei übernommene Bilder) werden dabei in die .ps- bzw .pdf-Datei übernommen, und zwar in ihrer vollen Auflösung, nicht nur mit den in WordPerfect auf dem Bildschirm dargestellten Punkten.
Vorsicht: Die Darstellung von Farbbildern in kghostview ist sehr langsam und schlecht, dagegen schnell und sehr gut (eigenes Antialiasing und Kantenrundung bei Einzelpixeln) in acroread. Die Dokumentation von ps2pdf gibt an, dass es die Schrift durch 720dpi-BitmapFonts in pdf-Dateien erstellt, die Auflösung jedoch mit dem -r Flag von gs umgestellt werden kann, z.B. “ps2pdf -r1440 datei.ps”. Dass überhaupt BitmapFonts verwendet werden hat negative Auswirkungen auf die Schriftdarstellung in acroread (nicht aber in kghostview), macht aber beim Drucken keinen Unterschied (höchstens eine leicht dickere und etwas ausgefranste Schrift).
Für Dokumente, die am Bildschirm gelesen werden sollen, muss herausgefunden werden, wie die “14 eingebauten pdf-Fonts” (Dokumentation ps2pdf) in WordPerfect angewählt werden können, so dass letztlich in der pdf-Datei diese Fonts verwendet werden.

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