Für ein einfaches Leben müssen nicht nur Technik und Beziehungen einfach sein, was für mich Environment und Community bedeutet. Sondern auch den Glauben haben wir durch unser theologisieren und theoretisieren viel zu kompliziert gemacht.

Man sollte nun darauf verzichten etwas lehrmäßig zu sagen von dem man nicht sicher (!) ist dass es Wahrheit ist und das leben (!) von dem man sicher ist dass es Wahrheit ist. Es scheint mir in der letzten Zeit so zu sein dass die Bibel uns kein theologisches Gebäude beibringen will (»die Bibel ist kein theologisches Lehrbuch«) sondern viel viel mehr als bisher angenommen einen pragmatischen Aspekt hat. Das heißt, Gott fordert uns auf richtig zu handeln, und das ist möglich ohne dass wir ein vollständiges Denkmodell haben in das wir unser Handlen eingliedern können und ohne dass wir im absoluten Sinn wissen müssen was richtig und falsch ist. Beispiel: wenn Gott jemanden in einer Ehekrise konkret auffordert den Ehepartner zu lieben dann muss er / sie dazu nicht wissen ob es in dieser Situation auch erlaubt wäre sich scheiden zu lassen.

Um das Gute zu leben muss ich nicht wissen was schlecht wäre. Und um das Ideal zu leben muss ich nicht wissen was gut wäre.

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