Ein paar Dinge die mich Gott heute wieder gelehrt hat, weil ich das wieder mal brauchte. Ich lernte diese Dinge mittels des Films »called to be free«, der von der Umkehr der »Worldwide Chrurch of God« (http://www.wcg.org) zum Glauben an Jesus Christus berichtet.

  1. Immer wenn sich religiöser Stress breitmacht sollte man sich daran erinnern dass man durch Jesus Christus Gott gefällt ohne selbst etwas getan zu haben oder tun zu müssen.
  2. Immer wenn man unzufrieden ist dass man gerade so wenig für Gott tun kann (wie ich gerade in der Zeit meiner Diplomarbeit) oder dass man ein »Versager« ist der es nicht schafft gut zu leben und es nicht schafft alles in seinem Leben unterzubringen was da hineingehört (wie ich …). Dann sollte man sich daran erinnern dass ich Gott gefalle ohne Werke. Abendmahl ist, sich daran zu erinnern, und Gottesdienst ist, das zu feiern.
  3. Wenn Gott mich gebrauchen will, kann und wird er das tun. Meine momentanen Umstände (in denen ich wenig Zeit und Gelegenheit habe Gott zu dienen und das ganze so leicht zum Stress wird) hindern Gott nicht. Ich sollte mich also zurücklehnen und relaxed warten was Gott mit mir vorhat. ER kann einen langfristigen Zeitplan haben weil er langfristiges Gelingen sicherstellen kann – wir können oft nicht mal etwas Kurzfristiges gelingen lassen. Es war so cool zu sehen wie Gott in jahrelangen kleinen Schritten die Worldwide Church of God verändert hat.

Datum: 2006-03-04

Lotfi A. Zaedeh (Mathematiker an der Universität Berkeley in Kalifornien) schreibt als Begründung warum er die »Fuzzy Logic« (unscharfe Logik) erfand:

»In dem gleichen Maße, in dem die Komplexität eines Systems steigt, vermindert sich unsere Fähigkeit, räzise und zugleich signifikante Aussagen über sein Verhalten zu machen. Ab einer gewissen Schwelle werden räzision und Signifikanz (Relevanz) fast sich gegenseitig ausschließende Eigenschaften.« [Lotfi A. Zadeh, »Prinzip der Inkompatibilität«, 1973]

Wenn die Auftrittswahrscheinlichkeit aller Zeichen einer Nachricht gleich groß ist, ist in der Shannon’schen Informationstheorie die Entropie dieser Nachricht maximal. Entropie ist ein Maß für das Chaos, Chaos ist Bedeutungslosigkeit – soll das also bedeuten dass eine Nachricht am wenigsten aussagt wenn alle Zeichen in ihr mit gleicher Wahrscheinlichkeit vorkommen?

Nein, sicher nicht. Sondern: Shannons Informationstheorie behandelt Information nur aus statistischer Sicht (lexikalische Ebene bzw. noch darunter). Ob eine Information sinnvolle Bedeutung übermittelt wird gar nicht berücksichtigt. Chaos darf also nicht als Bedeutungslosigkeit interpretiert werden sondern als »Inkompressibilität«: statistisches Chaos hat die Eigenschaft dass es auf statistischer Ebene keine größeren Strukturen als die einzelnen Zeichen enthält (es ist ein »Rauschen« einzelner Zeichen) und somit nicht kompakter beschrieben werden kann. Eine vollständige Beschreibung für statistisches Chaos ist nur dieses Chaos selbst – es gibt keine kompaktere Möglichkeit das Chaos zu übermitteln als das Chaos selbst. In diesem Sinn hat statistisches Chaos den höchsten statistischen) Informationsgehalt: der Informationsgehalt wächst (auf statistischer Ebene) mit der Entropie, während man auf der semantischen Ebene das Gegenteil erwartet.

Was bedeutet Modulation? Definition: »Werden zwei Töne f1, f1 durch ein nichtlineares Übertragungsmedium beeinflusst (moduliert), so entstehen Kombinationstöne mit den Frequenzen m×f1 + n×f2

Wie soll man sich das vorstellen? In der Musik gbt es auch Modulation, und zwar auf drei Arten: diatonsch, enharmonisch oder chromatisch. Modulation in der Musik ist die Art, wie Akkorde gebildet werden. Und zeigt, wie man sich physikalische Geschehen vorstellen sollte: als Interferenz. Töne interferieren, und wenn sie am selben Ort zur selben Zeit erzeugt werden interferieren sie an jedem Ort und zu jeder Zeit in gleicher Weise. Dasselbe gilt für elektromagnetische Modulation, z.B. das Aufmodulieren einer Sprachfrequenz auf eine Funkfrequenz.

Ein großes Thema 2005 war für mich, möglichst genau herauszufinden was Gott für einen Charakter hat. Habe an mir selbst und an Gemeindeformen gemerkt, wie falsche Vorstellungen von Gott zu einem verkrampften Christsein führen. Ergebnis dieser Suche waren viele neue gute Erfahrungen mit Gott und ein Artikel den ich zu diesem Thema geschrieben habe.

Dieser Artikel fasst sich so zusammen: »Vom falschen Gottesbild mancher Christen und dem Leiden daran. Ein Plädoyer für das richtige Gottesbild, eine engere Beziehung mit Gott und echte Beziehungen unter Christen.« Er ist noch nicht vollständig und wohl auch nicht vollständig richtig, aber brauchbar. Ach ja, und ich bin dankbar für alles konstruktive Feedback von euch.

So, jetzt die Links zum direkten Download, in zwei alternativen Formaten (verwendet das PDF-Format wenn euer Browser Probleme mit den Unicode-Sonderzeichen im HTML-Format hat):

 

Als ich heute (Sa) 2006-01-20 für meinen letzten Schein lerne stoße ich
auf eine interessante Definition:

»Smalltalk« ist eine Unterhaltung die (weitgehend) auf
pragmatische Informationen verzichtet und nur die syntaktisch-semantische
Informationsebene benutzt. Ein Gespräch, das nur elitäre Umgangsformen,
Knigge-wahrenden Anstand und vertiefte Sprachkenntnisse benutzt, gewährleistet
noch keine Pragmatik (»inhaltlichen Tiefgang«).
[Prof. Dr. Walter Bachmann: »Mensch-Maschine-Kommunikation«, Skript zur
gleichnamigen Lehrveranstaltung 2003, FH Gießen-Friedberg]

Pragmatik, das ist die Wirkungsentfaltung von Information. Smalltalk ist also
Gespräch (fast) ohne Wirkungsentfaltung. Wenn es Wirkungen gibt, dann sind sie
vernachlässigbar unbedeutend. Wirkung ist nicht nur, wenn jemand wegen eines
Gesprächs etwas tut oder lässt. Auch jemanden besser kennen zu lernen und
verstehen zu lernen ist Wirkung.

Die Pragmatik (nicht die Semantik!) macht den Sinn einer Information aus, sie
ist die höchste Ebene der Information. Denn während die Semantik nur die
formale (d.i. formal bestimmbare) Bedeutung einer Information angibt, gibt die
Pragmatik die Bedeutung in ihrem Kontext an. Semantik ist das Werkzeug, über
das die Pragmatik wirken will. Um die Pragmatik einer Information zu
beschreiben muss man nicht nur die formale Bedeutung angeben (Semantik) sondern
auch warum gerade diese formale Bedeutung gerade jetzt und gerade zu diesem
Empfänger gesendet wurde, d.i. was der Sender damit im Empfänger erreichen
möchte. Dieses Erreichen-Wollen ist das Ziel, der eigentliche Sinn einer
gesendeten Information, der Grund warum sie erzeugt wurde und gerade diese
und keine andere Semantik trägt. Pragmatik ist bei Kommunikation unter
Menschen meist versteckt: der Sender verheimlicht dem Empfänger was er mit
der gesendeten Information in ihm erreichen will. (Definition: sog. »absolutes
Vertrauen« herrscht dann wenn der Sender die Pragmatik vollständig in
Semantik kodiert. Dann nämlich hat der Sender keine Absichten, die er
verstecken will: auch eine eventuelle Absicht damit, die Pragmatik vollständig
offenzulegen ist nicht versteckt, sondern wird mit offengelegt.)

Übertragen wir das jetzt auf de Art, wie ein Christ mit der sog. Heiligen
Schrift (Bibel) umgeht. Also, übertagen wir das jetzt auf das Gespräch zwischen
Gott und Menschen. Solange reden über die Bibel ein theoretisches Philosophieren
ohne Wirkungsentfaltung ist, ist es Smalltalk. Sobald es aber bewirkt, Gott
und einander besser kennen zu lernen und etwas für das eigene Verhalten zu
lernen: dann hat Bibellesen auch Pragmatik. Folks, lassen wir unseren Umgang
mit Gott doch nicht zu Smalltalk verflachen indem wir ignorieren wo Gott etwas
bewirken möchte.

Gerade lese ich ein phlosophisches Skript über Mensch-Maschine-Kommunikation und kann es nicht lassen, selbst ein wenig zu philosopieren:

Zeit, was ist das?
Zeit ist die Unmöglichkeit, Taten zu ändern. Man sagt, Zeit ermögliche
Taten, ermögliche Abläufe. Das stimmt nicht. Sein ermöglicht Abläufe, und
Zeit verhindert einen Ablauf nachträglich zu ändern für den ich mich
entschieden habe. Was sind Abläufe in einem zeitlosen System? Dann ist mein
Leben ein komplexer Zusammenhang aller Taten, und ich kann jede Tat verändern
und experimentieren wie sie sich auf den Rest auswirkt. Nehme ich eine
Änderung zurück besteht ein und derselbe Zustand wie vorher: die Änderung
war nie geschehen, denn es gibt ja keine Zeit. Warum gibt es dann Zeit?
Weil es ohne Zeit keine Schuld gibt und damit kein Verantwortlichsein.
Ich bin nicht für Ungeschehenes verantwortlich – gäbe es keine Zeit, kann ich
ungeschehen machen was ich getan habe und wäre nicht mehr
verantwortlich.
Energie, was ist das?
Energie ist das Potenzial für Materie. Energie existiert nicht per se,
Energie ist das Invariante an Materie. Materie ist von einer Form in eine
beliebige andere umwandelbar, was gleich bleibt ist nur die Energie.
Materie ist eine eigenstabile Zustandsform von Materie, etwa wie eine
stehende Welle, etwa wie ein Wasserstrudel. Wellen übertragen Energie,
und Energie ist in Wellenform gebunden. Diese gebundene Energie (besser:
in eigenstabilen Wellenformen auftretende Energie) nennt man Materieteilchen.
Für Wellen braucht es nun noch etwas das schwingen kann: das sind die
Feldvektoren des elektromagnetischen Feldes, des Gravitationsfeldes, des
Feldes der starken Kernkraft und des Feldes der schwachen Kernkraft.
Das Universum besteht also nicht nur aus Energie, sondern auch aus Feldern,
Felder brauchen (oder: definieren) Raum. Energie und Materie sind
äquivalent, aber nicht Energie und Felder bzw. Energie und Raum. Und noch
etwas fehlt: die Weltformel, die erklärt warum »in Feldern gebundene
Energie« sich nur in den beobachteten Teilchen ausdrückt und ausdrücken
kann. Energie per se ist strukturlos, ihre Quantelung ist nicht eine
Eigenschaft der Energie sondern ihrer Ausprägung in Materie. Quantelung
scheint vom Wellenprinzip erzwungen zu sein: auch bei akustischen Wellen
gibt es eine »Quantelung«, d.h. es sind in der Musik nur die 12 (Halb-)Töne
in Harmonien verwendbar, begründet in Frequenzverhältnissen die durch
Brüche dargestellt werden können. Das könnte den 12
Elementarteilchen der Standardtheorie entsprechen: andere Teilchen können
nicht stabil existieren weil sie nicht in »Harmonien« (Teilchenverbände)
eingefügt werden können. Den Oktaven in der Musik entsprechen dann die
unterschiedlichen »Schweregrade« der Elementarteilchen: etwa doppelt
schwere Teilchen, d.h. Teilchen mit doppelter Energie. Sodann brauchen
wir nur noch das A440 cosmologicum, die kosmische Grundfrequenz … .
Was ist Bewusstsein?
Der Lehrmeinung: indem ein Kleinkind sich zunehmend als abgegrenztes Ich
begreift (wörtlich und gedanklich; im Gegensatz zur umgebenden Welt),
entwickelt es in sich ein Bewusstsein von sich: sein Ich und
Selbst-Bewusstsein. Versteht man das Gehirn als selbstlernendes System,
so ist das einfach ein gewöhnlicher Lernvorgang: ein hinreichend komplexer
Roboter könnte also ebenso aus Beobachtungen lernen, dass sein »Körper« zu
ihm gehört und abgegrenzt ist vom Rest der Welt. Gibt es darüber hinaus
Programme, die nach dem Vorteil für den eigenen Körper suchen (bei
Menschen und Tieren: Instinkte, Emotionen, Schmerz), so wäre solch ein
Roboter »egoistisch«. Auch Tiere begreifen sich als Individuen, d.h.
getrennt von der sie umgebenden Welt – in diesem Sinne sollte man ihnen
ein Bewusstsein zugestehen. Und ebenso eine Seele, denn sie haben
Emotionen. Was ist dann das Besondere am Menschen? Eine noch darüberliegende
Schicht die es grundsätzlch ermöglicht dass der Mensch seine eigene
Programmierung beobachtet und sie ändern und ihr entgegengesetzt handeln
kann (man nennt das auch »freien Willen«). Beispiele: die Beobachtung,
seinen eigenen Emotionen (wie Depressivität usw.) nicht ausgeliefert zu
sein sondern sich »dagegen entscheiden« zu können; die Möglichkeit,
einer »egoistischen« Programmierung nicht nachgeben zu müssen, sondern
durch freien Entschluss selbstlos zu handeln.
Was ist der Geist des Menschen?
Wenn wir annehmen dass der Mensch im Gegensatz zum Tier einen Geist hat
und weiter annehmen dass der »freie Wille« (als Fähigkeit zur
Übersteuerung der Programme in Körper und Seele) den Menschen vom Tier
unterscheidet so macht es Sinn anzunehmen dass diese Unterschiede ein
und derselbe sind: der freie Wille ist eine Eigenschaft des Geistes.
Es muss nun eine Geist-Gehirn-Interaktion geben und einen Mechanismus der
einen menschlichen Geist derart an einen Körper koppelt dass diese Kopplung
nicht wahllos gewechselt werden kann. Der Körper ist das Werkzeug des
Geistes und auch das materielle Substrat in dem die Seele (als
informationsverarbeitendes Subsystem, nicht notwendigerweise scharf
begrenzt) realisiert ist. Ich-Bewusstsein existiert nur in Wachzuständen:
das deutet nicht darauf hin dass es gar keinen (immateriellen) Geist gibt
sondern darauf dass der Geist nur durch den Körper etwas über sich selbst
wissen kann: der Geist braucht völlig notwendigerweise einen Körper als
Werkzeug, er kann gar nichts wissen, denken, wahrnehmen oder tun ohne einen
Körper, ist sich ohne diesen und seine Selbstbeobachtungsfähigkeit nicht
einmal seiner eigenen Existenz bewusst.