Was ist ein Ankaufsportal? Kurz gesagt: eine Website, auf der man Gebrauchtwaren sofort und recht komfortabel an den Betreiber dieser Website verkaufen kann. Anders als bei Kleinanzeigenportalen oder Handelsplattformen wie eBay muss der Verkäufer also keinen beschreibenden Text erstellen, kein Foto machen, keine Preisrecherche betreiben, sich nicht über Gewährleistung und Rücknahme Gedanken machen, und nicht auf Käufer warten. Letzteres ist besonders hilfreich, wenn man hunderte Artikel (meist Bücher, CDs, DVDs) zu verkaufen hat und dafür nicht hunderte Päckchen versenden möchte. Der Verkauf an ein Ankaufsportal spart also Zeit, da aber ein Handelsunternehmen beteiligt ist, fällt der Erlös auch entsprechend geringer aus. Übrigens: Im Deutschen Sprachraum hat sich noch keine Bezeichnung wirklich durchgesetzt. Man liest auch: Ankauf-Website, Ankauf-Webshop, Ankaufseite, Recommerce-Website, Buy-in Website, Trade-in Website, Cashback-Website (obwohl zumindest das etwas anderes ist).

Welche Ankaufsportale gibt es in Deutschland? Für unser junges Startup-Unternehmen haben wir einmal recherchiert, welche Ankauf-Portale es in Deutschland gibt und was sie auszeichnet. Das Ergebnis ist die untenstehende Liste: eine Marktübersicht für Ankaufportal-Betreiber und solche die es werden wollen. Und gleichzeitig eine Orientierung für Verbraucher über die Möglichkeiten, gebrauchte Ware sofort und komfortabel zu verkaufen.

Welche Ankaufsportale gibt es weltweit? Vergleichen Sie den englischen Artikel »What recommerce websites are there on Earth?« in diesem Blog.

Sie möchten selbst ein Ankaufsportal aufmachen? In unserem Startup-Unternehmen stellen wir eine Software dafür her:

Mintybox logo small 2012-09-10Mit der Mintybox Ankauf-Software können Sie ein eigenes Ankaufsportal (www.ihr-name.de) aufmachen und betreiben. Eine interessante (und recht krisenfeste!) Möglichkeit zum Start in die Selbständigkeit, auch allein und von zu Hause aus oder als Nebeneinkommen / zweites Standbein. Sie können sich auf die Produkte spezialisieren, die Sie mögen: vielleicht testen und reparieren Sie gerne Handys oder Tablets, oder Sie mögen Bücher oder DVDs (coming soon!). Der Funktionsumfang ist ähnlich zu vielen der unten aufgelisteten Recommerce-Websites. Für Details vergleichen Sie die unser Angebot und die darauf verlinkte Demo-Version.

Liste der Ankauf-Websites in alphanumerischer Reihenfolge. (Die Liste wurde zuletzt aktualisiert am 2012-09-08 aus unserer internen Wiki-Seite “List of Buy-In Websites”; und sie ist sicher noch unvollständig, da jede aktuell alle paar Tage ein neuer Anbieter dazukommt. Wenn Sie ein weiteres Ankaufportal kennen – schreiben Sie einfach einen Kommentar.)


  1. 1-2-ankauf.de – Eine relativ einfache Ankauf-Seite. Angekauft werden: Medien, Videospiele.
  2. abwrackhandy.de – Schaut aus wie eine gut gemachte Nachprogrammieurng einer bekannteren Ankauf-Website in dieser Liste 😉
  3. ezumo.de – Ankauf von 20 verschiedenen Typen von Endverbraucher-Elektronikgeräten (Stand 2012-09).
  4. Amazon Trade-In – Amazon startete den Ankauf gebrauchter Bücher 2011-08-16 in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister [Quelle].
  5. ankauf.buecher.de – Ankauf von Büchern, mit einigen innovativen und inspirierenden Features.
  6. bamas.de – (Beim Test 2012-09-08 leider nicht erreichbar.)
  7. barfix.de – Gekauft werden, DVDs, CDs und Videospiele.
  8. blidad.de – Gekauft werden Medien, Videospiele und Gesellschaftsspiele (!).
  9. buchankauf24.de – Machen Ihrem Namen alle Ehre!
  10. buchankauf-online.de – Gekauft werden Medien (Bücher, DVDs, CDs, BluRay). Der Anbieter verkauft in einem Amazon Buchshop und macht diesen Vertriebskanal auch auf der Ankaufseite öffentlich.
  11. buchkiste.de – Gekauft werden: Bücher, CDs, DVDs, Videospiele und Spielekonsolen.
  12. buchpfand.de – Der Anbieter berichtet, von 2008-09 bis 2012-09 bereits 90 000 Bücher gekauft zu haben.
  13. buchshuttle.de – Kleine aber feine Bücher-Ankaufseite eines Buchladens (Buchhandlung Oliver Barz).
  14. buchx.de – Gekauft werden Bücher. Die Dateneingabe erfolgt per ISBN wie bei den meisten anderen Buchankauf-Seiten, dieser Anbieter bietet jedoch für besonders große Bestände auch den Verleih eines Barcode-Scanners an – schöne Idee!
  15. buecher-ankauf-berlin.de – Wie der Name sagt: Bücher. Aber bereits seit 2008-03.
  16. cashfix.de – Gekauft werden Audio- und Videomedien, Spielekonsolen und Videospiele.
  17. cash4mobile.com – Gekauft werden gebrauchte Mobiltelefone. Daneben gibt es die Möglichkeit, das Telefon auch zu spenden. Betreiber ist ProPhone Solutions B.V..
  18. cd-andrae.de – Die Website einer kleinen Kette von drei Gebrauchtmedien-Läden im Ruhrgebiet, die es schon seit ca. 1987 gibt. Der Ankauf erfolgt gegen bar im Ladengeschäft, und es gibt außerdem einen Mitarbeiter der überall im Bundesgebiet herumfährt und größere CD-Sammlungen vor Ort kauft.
  19. cd-cash.de – Ankauf con CDs. (Beim Test 2012-09-08 leider nicht benutzbar.)
  20. chingching.de – Angekauft werden alle Arten tragbarer Elektronikgeräte, darüber hinaus Software und Computer.
  21. crazydeal.de – Angekauft werden CDs, DVDs und Videospiele.
  22. der-online-ankauf.de – Angekauft werden alle Arten von Elektronikgeräten, aber Ankauf-Angebote dafür werden manuell auf Anfrage erstellt.
  23. eBay Sofort-Verkauf – Eine Kooperation von Flip4New mit eBay, analog zum Programm »eBay Instant Sale« in den USA. Das Programm begann in Deutschland 2011-07-28 [Quelle].
  24. einfach-clever-verkaufen.de – Angekauft werden CDs, DVDs, BluRays, Bücher, Videospiele und Spielekonsolen.
  25. envirofone.de – Angekauft werden gebrauchte Handys. (Für den Test 2012-09-08 leider nicht erreichbar.)
  26. eurozahler.de – Eurozahler betreibt seit 2006 den An- und Verkauf von Waren aller Art und es gibt einige interessante Beiträge über besondere Ankäufe und Aktionen dazu in ihrem Blog. Sie haben außerdem eine Zusammenarbeit in einem Netzwerk von Second Hand Stores aufgebaut. Registriert als “SpyLive Entertainment & Security Devices Ltd.” in Cardiff, UK, aber es gibt scheinbar keinen Geschäftsbereich in Großbrittanien (vermutlich ging es da um die Rechtsform).
  27. flip4new.de – Angekauft werden alle Arten von Elektronik und Medien – früher noch mit der Option, statt gegen Bares auch gegen andere Geräte zu tauschen, daher der Name. Flip4New verkauft auch über einen eBay-Shop.
  28. flohhaus.de – Angekauft werden Medien und Videospiele. Sieht gut aus …
  29. future-x.de – Ein Webshop für gebrauchte Software, zusätzlich mit einem Formular zum Ankauf gebrauchter Software.
  30. gebraucht-medien-ankauf.de – Angekauft werden Medien, Videospiele und Handys.
  31. geldgegenware.com – Angekauft werden medien, Videospiele und Unterhaltungselektronik.
  32. global-media24.de – (Zum Test 2012-09-08 leider nicht erreichbar.)
  33. goldankauf-postankauf.de – Ankauf von Gold, mit einem guten Feature: man erhält ein »ready to go« Versandset zugeschickt.
  34. handy-bestkauf.de – Eine Ankaufseite für Mobiltelefone, betrieben seit 2009 von der equilibrium GmbH.
  35. ichkaufealles.de – Kauft alle Medien und Videospiele.
  36. ichkaufsab.de – Angekauft werden Bücher, CDs, DVDs und Videospiele.
  37. ihr-ankauf.de – Ankauf von Büchern – nach Angaben der Betreiber bereits ~900 000 Bücher bis 2012-09.
  38. medienankauf.de – Angekauft werden Videospiele, Filme und Audio-Medien. Mit einer gut gemachten, inspirierenden Ankauf-Abwicklung!
  39. medienkosmos.de – Angekauft werden Medien und Videospiele.
  40. de.mintybox.com – Eine Ankauf-Plattform, also eine gemeinsame Ankauf-Website von mehreren Ankäufern. Diese Plattform ist Teil der Mintybox Ankauf-Software, die wir mit unserem Startup herstellen und vertreiben. Das Portal wurde 2012-09-01 gestartet und wird ein wenig Zeit brauchen, bis es als Alternative für Verkäufer interessant wird …
  41. medialux24.de – Medien-Ankaufseite. Noch nicht ganz fertiggestellt (Stand 2012-09), aber werzahltmehr.de listet es bereits in ihren Preisvergleichen auf [Quelle].
  42. mobile2cash.de – Eine Recommerce-Website für eine Auswahl von Mobiltelefonen.
  43. momox.de – Trade-in Website zum Ankauf von gebrauchten Büchern, CDs, DVDs, Videospielen, Mobiltelefonen und Tablet-Computern. Große, gut bekannte website. Angeboten werden unter anderem auch Smartphone-Apps mit einem Barcode-Scanner zum schnellen Registrieren der Bücher über ihre ISBN-Nummern.
  44. notebookankauf.com – Angekauft werden alle nicht zu alten defekten Notebooks (allerdings nicht mit Sofortangeboten der Ankaufspreise, aber das ist bei dieser Sorte Produkte verständlich).
  45. phonehouse.de – Ein Smartphone-Webshop, der außerdem auch den Ankauf / Trade-In anbietet auf shop.phonehouse.de/specials/tradeIn/.
  46. rebuy.de – Eine wohlbekannte, große Recommerce-Seite für Filme, Bücher, iPods. Besonders ist, dass sie auf derselben Website sowohl kaufen als auch verkaufen.
  47. recellular.com – Ein großer Remanufacturer für Mobiltelefone – sie geben an, 6 Millionen Geräte jährlich anzukaufen.
  48. regame.de – Angekauft werden Videospiele, außerdem DVDs und BluRay.
  49. secondhandcds.de – Angekauft und verkauft werden auf dieser Website CDs, DVDs, BluRays und Videospiele – auf derselben Website, was eine Seltenheit ist. Der Betreiber bietet außerdem iPhone- und Android-Apps, um den Ankaufprozess mit einem Barcodescanner zu beschleunigen.
  50. sellfix.de – Angekauft werdne Videospiele, DVDs und CDs. Keine kleine Seite!
  51. software-ankauf.de – Speizialisiert auf den Ankauf von gebrauchter Software.
  52. schreiber-electronics.de – Gekauft werden defekte Mobiltelefone (u.a. über eBay), verkauft werden diese hier in Einzelteilen als Ersatzteile.
  53. top-ankauf.de – Der Betreiber dieser Buy-in Website kauft DVDs, BluRay und Videospiele.
  54. turboankauf.de – Angekauft werden Bücher, CDs, DVDs und BluRay.
  55. verkauf-deine-cds.de – Angekauft werden alle (!) CDs und alle (!) Schallplatten, egal ob mit oder ohne Strichcode.
  56. verkaufsuns.de – Aufkäufer für alle Arten von Consumer-Elektronik.
  57. wegmitdenalten.de – Ankäufer für Spielekonsolen, Filme und Audio-CDs.
  58. wirkaufens.de – Ein professionelles und sehr dynamisches Startup im Bereich Remanufacturing, gestartet vor Beginn der “großen Welle” anderer Anbieter. Früher bekannt als asgoodas.nu.
  59. zeedee.de – Online-Ankauf von CDs, DVDs and BluRay. Der Anbieter hat ein Ladengeschäft, in dem die Ware verkauft wird. Angeboten werden auch iPhone und Android Apps zum schnelleren Verkauf, wobei die Smartphones als Barcode-Scanner benutzt werden.
  60. zonzoo.de – Ein großes, international agierendes Mobiltelefon-Remanufacturing-Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Das erste, oder eines der ersten Unternehmen im Handy-Remanufacturing Markt im deutschen Internet. Die angekaufte Ware wird teils in Entwicklungsländern auf den Gebrauchtmarkt gebracht.
  61. zoxs.de – Ankäufer für Mobiltelefone, Videospiele, Spielekonsolen und Medien.

Fragestellung

Welche Software eignet sich, um eine Ankauf-Website zu betreiben? (Auch genannt: Ankauf-Webshop, Ankaufs-Portal, Ankaufseite, Recommerce-Website, Buy-in Website usw. – es gibt noch keinen allgemein akzeptierten Namen.) Eine solche Website ermöglicht es einem Händler, ungenutzte Waren von Privatpersonen und Firmen anzukaufen, die er dann nach Aufbereitung und Reparatur wieder veräußern kann. In der Praxis sind das zumeist gebrauchte, aber gut erhaltene Medien- und Elektronikartikel, die in privaten Haushalten nicht mehr benötigt werden.

Es gibt ja bereits eine größere Zahl dieser Ankauf-Webshops – siehe die Liste von Ankauf-Webshops in Deutschland und international. Gute Beispiele in Deutschland sind etwa momox.dewirkaufens.de und flip4new.de. Eine solche Website selbst zu starten war aber bisher schwierig, da nahezu alle existierenden unabhängigen Ankauf-Websites mit selbst programmierter Spezialsoftware betrieben werden. Damit war der eCommerce-Einstieg für kleine Unternehmen und Selbständige hier deutlich schwieriger als etwa mit einem eBay-Shop.

Lösungsmöglichkeit

(Full Disclosure: Die hier vorgestellte Lösung ist das Produkt unseres eigenen Startup-Unternehmens, das wir seit dem 1.9.2012 anbieten.)

Mintybox bietet ein webbasiertes Programm für einen eigenen Ankauf-Webshop. Das Produkt ist eine SaaS-Lösung (Software as a Service): es muss also keine Software selbst auf einem Webserver installiert und gepflegt werden, sondern der Ankäufer erhält einen Zugang zu der existierenden Software. Also ähnlich wie bei einem eCommerce-Portal wie bei eBay, nur dass es hier um Ankauf statt Verkauf geht und dass der Ankäufer die Software mit eigener Domain (www.ihr-name.de) verwenden kann. Das SaaS-Modell heißt aber auch, dass monatliche Gebühren (Verkaufsprovision und Grundgebühr) anfallen statt dass die Software mit einer Einmalzahlung »gekauft« wird.

Mintybox logo small 2012-09-10

Der obige Link zum Mintybox-Angebot enthält detaillierte Funktionsbeschreibungen und verweist auch auf die Mintybox Demo-Version zum Testen (Zugang: demo@mintybox.com / demo). Hier aber noch ein paar Hintergrund-Infos, was potentielle Ankäufer zum aktuellen Zeitpunkt (2012-09) erwarten können und was noch nicht:

  • Praxiserprobt und in der Praxis entwickelt. Wir haben diese Software bzw. eine frühere Version davon unter dem Namen zu-geld.de und später mintybox.com selbst für ca. 1,5 Jahre als Remanufacturer eingesetzt, d.h. wir haben gebrauchte Handys, Digitalkameras, Navis und Tablets gekauft, aufbereitet und gehandelt. Wir haben dabei in die Software alle wichtigen Funktionen eingebaut, die wir praktisch benötigt haben.
  • Produktkatalog: brauchbar, aber wächst noch. Der Katalog hat aktuell 2128 Elektronik-Produktmodelle mit Preisen (Stand 2012-09-07) und ein paar tausend mehr, für die noch Preise ermittelt werden und von denen täglich ein paar dazukommen. Das ist noch deutlich ausbaufähig, aber die wichtigen Modelle sind drin und die Software-Infrastruktur ist fertig – der Katalogausbau kann also zügig vorangehen.
  • Bücher: kommen als nächstes. Der nächste Schritt in der Softwareentwicklung ist die Produktkategorie »Bücher«, die zuerst alle deutschen Bücher mit ISBN enthalten wird – wir arbeiten gerade daran. (Datenquelle ist der Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, genialerweise seit 2 Monaten unter CC0 »Public Domain Dedication« verfügbar.)
  • Anspruchsvolle Funktionen. Es sind bereits mehr als die absolutes Grundfunktionen eingebaut, unter anderem schon: Unterstützung zur Klärung von Abweichungen von der Beschreibung durch den Verkäufer, umfangreiche Konfiguration for Produktpalette und Preise, ein Bewertungssystem und die Integration mit der gemeinsamen Recommerce-Plattform de.mintybox.com für alle Ankäufer.
  • »Wir sind beta.« Die Mintybox-Software ist aktuell in der Beta-Testphase. Soll heißen, echter Einsatz ist bereits möglich und wird auch funktionieren, die ersten Ankäufer sollten jedoch bereit sein, sich bei auftretenden Fehlern und Unregelmäßigkeiten etwas in Geduld zu üben und die Probleme zusammen mit dem Mintybox-Team anzugehen. Dafür gibt es eine brandneue Software für ein bisher schwierig lösbares Problem. Die Unregelmäßigkeiten können auch noch die Genauigkeit der zur Verfügung gestellten Preise betreffen – mit dem Ankauf sollte man also vorsichtig beginnen und ein paar Erfahrungen mit einer »sicheren« Gewinnspanne sammeln bevor man diese wettbewerbsorientierter gestaltet.

Mintybox richtet sich an Gewerbetreibende, aber auch an solche, die es werden wollen: wer für die erste Ankauf-Website erst den Gewerbeschein beantragt, ist ebenfalls sehr gern gesehen. Unsere Idee bei Mintybox ist ein Netzwerk vieler »kleiner« Remanufacturer, jede(r) mit eigener Identität und Spezialisierung.

This time I’m writing in German, as by chance, I wrote the idea in German when it came to my mind today. It’s the further development of the »Multiplying Power Community« idea into a model for a society, with jump-start-ability. Contact me if you need the contents in English.

Bzgl. der Grundversorgung autarke Communities als Gesellschaftsmodell: sie sind bzgl. Import und Export abgeschottet. Dieses Konzept ist kein Freihandel. Benötigt wir also ein anderer Motivator als der Gewinn über den Verkaufspreis, um Effizienz zu gewährleisten. Idee: Autarkie ist nur bzgl. der Grundversorgung gefordert (Nahrung, Hausbau, Medizin usw. in Eigenleistung), denn das gewährleistet Überlebensfähigkeit in Krisen. Für den Komfortlevel (der Bedürfnispyramide) dagegen gilt Freihandel, und jede Community tritt als eine Firma oder ein Dienstleister auf. Das ist auch notwendig, weil High-Tech nicht autark hergestellt werden kann.

Außerdem: es sollte staatliche Programme zur Gründung solcher Communities geben. Diese sollen auch als funktionierende soziale Systeme aufgebaut sein und etwa 500 Menschen umfassen (Kibbuz-Größe). Eine kleine Power Community (10 Personen) organisiert die Ausreise- und Aufbauphase (1-2 Jahre in jeder Community). Durch solche Maßnahmen können Staaten das Slum- und Hungerproblem in Städten lösen. Denn Menschen ziehen nicht vom Land weg, weil Nahrungsversorgung prinzipiell unmöglich wäre, sondern weil es kein System gibt, das effiziente Nahrungsmittelproduktion gewährleistet. Die Communities aber sind solch ein System (inkl. Transportmitteln, Verkehrswegen, Landbesitz, Produktionsstätten, …). Mitglieder der Communities wären durch Vertrag für je 5 Jahre gebunden, so dass Auflösung durch simplen Personalmangel oder Fachpersonalmangel erschwert wird. Communties sollen auch Behinderte, Waisen und instabile Personen integrieren, anteilig entspr. deren Anteil an der Gesamtbevölkerung.

In diesem System besteht also die Marktwirtschaft weiter, aber zwischen größeren Einheiten (den Communities), nicht zwischen Individuen. Das ist ein Vorteil, denn diese Einheiten können sich in Krisenzeiten selbst versorgen, im Gegensatz zu Communities.

Gewinnmaximierung ist nicht mehr das Ziel der Einzelnen (auf Kosten der Gemeinschaft), sondern das Ziel der Gemeinschaften (der Communities), i.S.v. Wohlstandsmaximierung. Die Communties müssen klein genug bleiben, damit jeder den Effekt seines eigenen Beitrags zum Wohlstand aller auch persönlich spüren kann (also evtl. auch nur 50-100 Personen). Beteiligung am erwirtschafteten Gewinn und an Gewinnsteigerungen geschieht, indem die Community jedem eine durch die Autarkie garantierte Grundversorgung bereitstellt, und darüber hinaus die Einnahmen der Community gleichmäßig an alle verteilt werden.

Communities wissen, welches Fachpersonal sie benötigen, und machen Ausschreibungen dafür (zuerst intern unter den Heranwachsenden / Mitgliedern ohne Ausbildung, danach extern). Benötigt wird Fachpersonal für die Community-eigene Firma, und Fachpersonal für die Autarkie. Letzteres ist, für eine Community von 500 Personen: zwei Ärzte (Redundanz gefordert!; ein Arzt gleichzeitig Zahnarzt) , eine Hebamme, ein Pysiotherapeut (m/w), ein Tierarzt, zwei Mechatroniker, fünf Handwerker (Kombinationsberuf aus Elektriker / Zimmermann / Maurer / Lackierer usw.), zwei Kfz-Mechaniker, ein Psychologe (Seelsorger), zwei Bäcker, zwei Fleischer, … .

Jede Community darf auch eine »Style-Guideline« haben, so dass sich Individuen eine Community aussuchen können die ihrem Lebensgefühl entspricht (Hippy, Rocker, Familienmenschen, …).

Mitgliedertausch zwischen Communities und zwischen Community und Restgesellschaft ist zulässig, wenn dadurch die Stabilität der Community erhalten bleibt.

Lebensmittel aus der Autarkie-Versorgung werden in Rationen verteilt, um zu gewährleisten dass sie auch aufgebraucht werden. Zusätzlich können sich die Mitglieder Luxus-Lebensmittel (Gewürze, Süßkram usw.) von ihrem Geldeinkommen leisten, hergestellt von den Komfortlevel-Firmen der eigenen oder anderer Communities.

Eine Community sollte anstreben, nicht mehr als 20% ihrer Ressourcen für Autarkie-Versorgung zu verwenden (in Industrienationen derzeit: 3% Beschäftigte im primären Sektor). Es bleiben 80% Ressourcen, die prinzipiell kostenfrei eingesetzt werden können. In Normalzeiten zur Wohlstandserhöhung gegen Geld als Gegenleistung von anderen Communties und der Restgesellschaft. In Krisenzeiten, wo niemand mehr die Komfortlevel-Produkte kauft, kostenfrei zur Krisenreduktion.

Es kann auch Spezial-Communities geben: mobile Communities, oder Charity-Communities (die ihre 80% freien Ressourcen kostenfrei einsetzen).

Besonders interessant am Community-Ansatz ist: perspektiv- und hoffnungslose Menschen können wieder Perspektive und Hoffnung erhalten. Was oft das Grundproblem ist. Auch erfordert die Gründung einer Community nich viel: eine Power Community zur Begleitung des Spin-off (inkl. Ausbildung), Land, etwas Kapital, und Nothilfe-Backup durch einen Staat oder einen Zusammenschluss anderer Communities für den Fall, dass in der Gründungsphase durch noch fehlende Autarkie externe Hilfe benötigt wird. Diese externe Hilfe kann aber später zurückgezahlt werden. Die Gründung solcher Communities inkl. Kauf des Landes, Verhandlung mit staatlichen Organisationen und Entwicklungshilfe-Organisationen kann von einer einzigen kleinen Power Community (10 Mitglieder) bewerkstelligt werden. Diese kann alle 2-5 Jahre eine neue Community gründen, und steht bereits gegründeten Communities nur beratend zur Seite. Eine Power Community braucht hochintelligente, hochspezialisierte Mitglieder, deren Lebensaufgabe die Gründung von Communities ist (etwas finanielle Gegenleistung ist natürlich möglich, sobald Communities Gewinn bringen).

Das hier vorgeschlagene System eignet sich sowohl als Gesellschaftsordnung, als auch zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit: Arbeitslosigkeit ist nicht das Problem, sondern Erwerbslosigkeit (fehlende Möglichkeit zur Sebstversorgung). Das aber kann in einer Community nicht auftreten, durch das Autarkie-Konzept. Arbeitslosigkeit bedeutet in einer autarken Community dann bloß 80% Freizeit und einen geringeren Lebensstandard. Das ist kein gesamtgesellschaftliches Problem. Und die Community ist in der Lage, die 80% sinnvoll zu investieren, wenn auch nicht so effizient wie bei der Produktion in der eigenen Komfortlevel-Firma. Möglichkeiten sind z.B. Beiträge zur lokalen Infrastruktur, Teil-Autarkie im Komfortlevel (würde in Zeiten eines funktionierenden Wirtschaftssystems, d.h. ohne Arbeitslosigkeit, als zu ineffizient gelten) usw..

Einer der Fehler der modernen Zivilisationen ist, Spezialisierung so weit zu treiben, dass Individuen nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu versorgen. Die Communities sind die Gegenbewegung, und sie sind wettbewerbstauglich. Sie gewährleisten Selbstversorgung, bieten aber auch (in den Komfortlevel-Firmen) die Spezialisierung, die für industrielle Produktion notwendig ist.

Wenn es eine Arbeitsplatz-Standaridierung zwischen Communites gibt, kann es auch einen »Community-Mitgliedsplatz-Markt« geben: Communities werben um neue Mitglieder (wenn denn welche fehlen), haben also die Motivation, attraktiv zu sein.

Wichtige Beobachtung: die interne Strukturierung der Communities und deren übergeordnete Strukturierung (z.B. Verbände, Unternehmerverbände, Staaten, …) ist beliebig. Wichtig ist bloß, dass es die Community als »Pflanze« (viell. auch »Zelle«), d.h. als selbständig lebensfähigen Organismus, gibt. Das bedeutet, dass keine Community sich in Abhängigkeiten begeben wird und darf, die ihre Autarkie beschränken. In Krisenzeiten, in denen die Community-übergeordneten Strukturen dysfunktional sind oder sich radikal ändern, besteht die Community durch ihre Autarkie-Fähigkeit.

Problematisch ist, dass Communities nur in Gebieten angesiedelt werden können, in denen keine oder nur geringe Gefahr von Missernten besteht. Das kann durch Vorratshaltung (3-5 Jahre) an Nahrungsmitteln, und durch Auftreten als Agrarlieferant für die Restgesellschaft (wodurch bei geringeren Ernten noch genug zur Selbstversorgung bleibt) etwas ausgeglichen werden, so dass Communities auch z.B. in vielen Teilen Afrikas denkbar sind.

Indem die Community als Solidargemeinschaft auftritt, sind viele Sozialleistungen völlig unnötig (Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, Rentenversicherung (es bestehen Versorgungsansprüche ggü. verschiedenen Communities prozentual zur Zeit der jeweiligen Mitgliedschaft; in der Praxis aber viel unproblematischer, da die meisten Menschen sesshaft lebenslang in einer Community sein werden, viell. mit wenigen Austauschjahren als Gast woanders), tw. die Krankenversicherung durch eigene Ärzte).

Und, indem die Community als Solidargemeinschaft auftritt, werden viele Sorgen und allein untragbare Risiken aus dem Leben der Individuen entfernt. Staaten als Solidargemeinschaften sind möglich, aber instabil und unmenschlich (in Deutschland z.B. ist es schon lange nicht mehr so, dass Arbeitslosengeld als bereitwillige Hilfe des Staates für Bürger in Not gesehen werden kann; es ist das widerwillige Bewahren vor dem Verhungern, aus Angst vor Aufständen; ebenso mit Krankenkassen: das Anliegen des Systems ist schon lange nicht mehr eine gute Volksgesundheit, sondern es kämpft um sein finanzielles Überleben).

Indem die Solidargemeinschaft klein ist, wird es Möglich, Individuen für Fehlverhalten zur Verantwortung zu ziehen: Rauchen, Alkoholmissbrauch usw., was in großen Solidargemeinschaften (z.B. Staaten) ein Missbrauch des Gesundheitssystems ist, kann in Communities verboten werden, und diese Verbote können auch durchgesetzt werden.

Eine zwingende Voraussetzung für Autarkie ist eigener Landbesitz (d.h. das unbeschränkte, exklusive Nutzungsrecht an landwirtschaftlicher Nutzfläche). Denn die Community kann keine Pacht bezahlen, wenn sie in Krisenzeiten im »Autarkie-Modus« ist; denn in Krisenzeiten kann nichts verkauft werden, womit die Pacht bezahlt werden könnte, denn den Markt gibt es nicht mehr.

Diese Idee behebt auch das Problem der Hilfeleistung für hungernde und unselbständige Bevölkerung: es ist echte Hilfe zur Selbsthilfe, die sofortige Entlassung in die Unabhängigkeit, kein dauerhaftes Mit-Durchfüttern.

Da gibt’s ein Dokument der Jesus Freaks Remscheid das laut Aussage seines eigenen Footers gern auf Blogs erscheint. Tun wir ihm den Gefallen und setzen es mal auch in diesen Blog. Da gibt es einen Service namens Scribd, mit dem man ganz schick PDFs direkt in den Blog einbetten kann. Demo unten. Hier eine kleine Anleitung:

  1. Man lädt ein Dokument zu Scribd hoch. Danach erhält man einen Link, mit dem man das Dokument auf Scribd ansehen kann. Im vorliegenden Fall diesen hier. Soweit war ja alles noch ok.
  2. Man legt wie gewohnt einen neuen Blog-Post an, z.B. bei Blogger.com, und wechselt dann in den HTML-Editormodus. Bei Blogspot geht das z.B. durch Klick auf diesen Knopf rechts oben über dem Editor-Bereich:
  3. Man öffnet ein neues Browser-Fenster und besucht diesen Link aus Schritt 1.
  4. Dort klickt man dann zuerst auf »Embed« und danach auf den erscheinenden »Copy«-Knopf. Also so:
  5. Jetzt ist der Code in der Zwischenablage, den man in seinen Blog-Post einfügen muss um das PDF einzubetten. Also flugs in das Fenster wechseln, in dem man den neuen Blog-Post angelegt hat, in den Editor-Bereich klicken und den Text aus der Zwischenablage einfügen. Also Strg+V drücken, oder Rechtsklich->Einfügen, oder über das Menü Bearbeiten -> Einfügen.
  6. Jetzt erscheint ein Haufen kryptischer Zeichen, beginnend mit »<a title="View Offener Newsletter Werk 2 document on Scribd" href="http://www.scribd.com/doc/9011087/Offener-Newsletter-Werk-2" style="margin: 12px«. Das ist ok, der Computer versteht das.
  7. »Post veröffentlichen« klicken und das Resultat bestaunen. Es sollte so aussehen wie in diesem Blog-Post unten (sofern ihr das Flash-Plugin auf dem Rechner installiert habt, aber das ist normalerweise immer der Fall.
  8. Wie ihr seht kann man auch noch Dinge dazuschreiben. Davor, auch danach. Und dazu darf man auch wieder in den Modus »Verfassen« des Editors wechseln. Weil es sich da einfach bequemer schreiben lässt.

Offener Newsletter Werk 2

In Adobe Reader im Druckdialog:

  • »Fit to Printable Area« (hat auch Effekt wenn A4 auf A4 gedruckt wird)
  • »Auto Rotate and Center« (evtl., Effekt nicht sicher)

Und mindestens eine der folgenden Einstellungen (müsste noch genauer untersucht werden, welche nun relevant ist und welche wirkungslos):

  • Postscript Level 2
  • Optimize for Speed
  • Save Printer Memory

Fehler treten sporadisch trotzdem auf.

Die Nationale Freecall-Rufnummer (in Deutschland 0800-Rufnummer). Notwendig, um national günstig erreichbar zu ein, z.B. auch wenn man privat eine günstig erreichbare, nicht lokal gebundene Alternative zu anderen VoIP-Rufnummern sucht.

Als Provider verwende man die TC30 Telefonservice GmbH (http://www.tc30.de): keine Grund- und Einrichtungskosten, für Anrufer kostenfrei, der Angerufene zahlt (bei Weiterleitung auf eine Festnetz-Rufnummer) 5ct/min für Anrufe aus dem Festnetz und 25ct/min für Anrufe aus dem Mobilfunknetz, zeitvariable Weiterleitung per Web-Frontend konfigurierbar, Mailbox inkl. Zustellung der Nachrichten per E-Mail enthalten.

Um bei längeren Telefonaten die Kosten der 0800-Verbindung zu sparen, sollte man den Anrufer einfach zurückrufen und dabei einen günstigen VoIP-Tarif verwenden, oder auf einer Ortsnetz-Rufnummer zurückrufen lassen.

Verfahren um eine deutsche 0800-Vanity-Rufnummer mit TC30 als Provider zu erhalten (gem. http://www.freie0800nummern.de und Informationen vom Support von TC30):

  1. Vanity-Wunschrufnummer überlegen.
  2. Bei der Bundesnetzagentur anfragen, ob die gewünschte Rufnummer noch frei ist (unter Hotline 01803 686637 oder per E-Mail an nummernverwaltung@bnetza.de).
  3. Unter http://www.bundesnetzagentur.de/enid/Nummernverwaltung/_8___fd.html die gewünschte 0800-Rufnummer bestellen. In ca. einer Woche erhält man einen Zuteilungsbescheid. Kosten: 62,50 EUR einmalig.
  4. Zuteilungsbescheid an TC30 faxen (0800 7978762). Dabei die Zielrufnummer angeben (zu der die 0800-Rufnummer weitergeleitet werden soll). Es gibt hierzu ein aktualisiertes Antragsformular, neuer als das im Download-Bereich von TC30. Man erhält es per E-Mail auf Anforderung. Hier kann man z.B. auch eintragen, dass man die 0800-Rufnummer als Privatperson bestellen will (dazu ist dann noch eine kurze Beschreibung des angebotenen Services nötig). Außerdem müssen Neukunden 250 EUR Kaution hinterlegen.
  5. TC30 meldet sich telefonisch. Vermutlich wird nun noch das Online Control System freigeschaltet (Beschreibung und Test-Account siehe http://servicenummer4you.de/call-statistik-tool.php; ermöglicht u.a. Routing und Mailbox-Verwaltung, individuelle Ansagen und Audiotex). Das Online Control System ist kostenfrei (http://www.tc30.de/pdf/bestell_0800.pdf). Es wird beschrieben in http://tc30.de/ocs-faq.html. Der Online Routing Manager dagegen ist ein anderes System, beschrieben in http://tc30.de/orm-faq.html. Jedoch ist die Beschreibung vermutlich alt, da es nach Auskunft des Support derzeit nur ein einziges Online-Tool gibt, vollständig kostenfrei.

Die beste Möglichkeit ist derzeit wohl, Rufnummern mit geografischem Bezug zu verwenden (Ortsnetz-Rufnummern) und diese bei Wohnsitzwechel zu wechseln. Der Nachteil ist der geografische Bezug, der bei Reisetätigkeit usw. nicht gegeben ist. Die anderen gleich aufgelisteteten Möglichkeiten scheiden derzeit (2008-09) alle aus wegen zu hoher Kosten für Anrufer oder Angerufenen, Nicht-Inklusivität in Festnetz-Flatrates, zu hohen Grundkosten oder nur nationaler Erreichbarkeit.

Also: grundsätzliche Möglichkeiten in Deutschland, außer den eben genannten Ortsnetz-Rufnummern, nach Eignung (vgl. auch http://www.voip-nutzen.de/voip-rufnummern.php):

  • Freecall national (in Deutschland 0800-Rufnummer). Die einzige nicht lokal gebundene Telefonnummer, die aus allen Netzen zu attraktiven Preisen erreichbar ist, im Gegensatz zu den meisten der obigen Alternativen. Attraktiv bedeutet: zu den Kosten, die ein Teilnehmer für Ferngespräche ins Festnetz zahlt, oder weniger. Vanity-Rufnummern sind möglich. Allerdings: die deutschen 0800-Rufnummern sind nur aus Deutschland erreichbar, nicht aus dem Ausland (http://servicenummer24.de/blog/0800-rufnummern-im-uberblick.html).
  • Shared Cost Nummerngassen 01801 bis 01805. 01801-Rufnummern werden z.B. von sipgate und dus.net genutzt. Die Kosten betragen für 01801 (aus dem Festnetz) den Ortsnetztarif der deutschen Telekom für den Anrufer, kostenfrei für den Angerufenen. Da dieser Tarif (3,9ct/min, 60/60 Taktung) aber teurer ist als die (für 01801 noch nicht mögliche) Nutzung einer Festnetz-Flatrate oder von Call-by-Call-Anbietervorwahlen, ist diese Vorwahl für den Anrufer trotzdem nicht attraktiv. Die Gesamtkosten von 4ct/min bei einer 01801-Verbindung sind nur unwesentlich geringer als die für eine 0800-Verbindung (5ct/min für den Angerufenen, bei http://www.tc30.de), 0800 ist aber für den Anrufer deutlich attraktiver und »quasi-nutzbar« mit Festnetz-Flatrate. Deshalb wäre 0800 vorzuziehen. Höchstens wäre noch 01802 interessant (6ct/Anruf für den Anrufer, je nach Anbieter 6ct/Anruf für den Angerufenen bei Weiterleitung auf eine Festnetz-Rufnummer, z.B. bei http://www.planet33.com).
  • Nationale Teilnehmerrufnummer (032-Rufnummer, NTR). Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Vorwahl_032_(Deutschland). Oft noch sehr teuer für Anrufer (ab 20ct/min) und deshalb uninteressant; außerdem deshalb, weil Anrufe auf diese Nummern nicht in Festnetz-Flatrate-Tarifen enthalten sind.
  • Nationale Rersönliche Rufnummer (in Deutschland 0700-Rufnummer). Derzeit gibt es lediglich Anbieter mit Grundgebühr (mind. 6 EUR), ausgenommen ein Schnupperangebot von sipnetworks.de im Jahre 2006, bei dem fraglich ist ob es noch besteht. Die Preise für Anrufer betragen 6-12ct/min (aus dem Festnetz der Deutschen Telekom) und sind damit gleicherweise uninteressant. Immerhin sind diese Rufnummern gewöhnlich aus dem Ausland erreichzbar. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nliche_Rufnummer.
  • Nummerngasse »innovative Dienste« (01212-3-Rufnummer). Oft noch sehr teuer für Anrufer, nicht enthalten in Festnetz-Flatrate-Tarifen.
  • 00800 FreeCall Worldwide Rufnummer. Technisch sehr interessant, allerdings sind die Preise für private Rufnummeninhaber indiskutabel (http://www.tenios.de/00800preise.0.html), und die Rufnummer ist auch nur aus 39 Ländern erreichbar.
  • Europäische Persönliche Rufnummer. Siehe http://www.bundesnetzagentur.de/enid/News/Nummernraum_fuer_pan-europaeische_1j0.htm. Danach soll der Tarif für den Anrufer stets höchstens den nationalen Tarif betragen, auchbei internationalen Verbindungen (wo dann ein Teil der Kosten vom Angerufenen getragen werden muss). Allerdings wird der Dienst zum 2010-12-31 eingestellt, und es werden bereits keine neuen Rufnummern vergeben (»RECLAMATION OF THE ETNS CODE 388 3«, in http://www.ero.dk/etns).